Praxis

Therapie & Coaching

  • Ego-State-Therapie (nach dem Heilpraktikergesetz)
  • Somatic Expieriencing® (SEP), Traumaarbeit nach Peter Levine
  • Arbeit mit Nahtod-Erlebnissen
  • Lebens-Beratung unter philosophischen und psychologischen Gesichtspunkten
  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Coaching
  • Krisenintervention
  • Einzelarbeit, Paarberatung/-therapie (nach dem Heilpraktikergesetz)
  • Somatische Therapieverfahren (nach dem Heilpraktikergesetz)

Kosten

Einzelstunde Therapie: 100€/60 Min. und 135€/90 Min.
Paartherapie: 150€/60 Min.
Coaching: 150€/60 Min.
Coaching für Firmen: 300€/60 Min.

Sprechzeiten und Termine nach Vereinbarung: Tel. 08053/7951910
Kostenübernahme durch Privatversicherung, Zusatzversicherung und Beihilfe möglich. Bitte erkundigen Sie sich im Vorfeld, ob Ihre Versicherung die Behandlung beim Heilpraktiker übernimmt und ob ggf. auch Psychotherapie im Leistungsspektrum enthalten ist.

Buchtip! So ähnlich sieht meine Arbeit aus

 

Wann brauche ich Hilfe
oder: Was ist eine Krise?

Die Frage wann ich Hilfe brauche ist sehr individuell und hängt in erster Linie davon ab, welche Ressourcen und Hilfen mir zur Verfügung stehen. Krisen kündigen sich im Leben nicht immer an und manchmal sind wir mit den Antworten darauf überfordert oder wissen nicht, ob die Entscheidung, die wir eventuell treffen müssen, die richtige ist.

Das Gefühl einer Krise lässt sich vielleicht am Ehesten in folgendem (typisch englischen) Witz ausdrücken: Ein Mann kommt zum ersten Mal in seinem Leben in ein Hotel und bezieht sein Zimmer. Kurz darauf ruft er irritiert bei der Rezeption an:

„Sie haben mir ein Zimmer ohne Ausgang gegeben!“, ruft er verunsichert ins Telefon.
„Wie meinen Sie das?“, fragt der Mann an der Rezeption. „Wie sind Sie denn hinein gekommen?“
„Ja, hinein ging es ganz leicht. Aber es gibt keinen Ausgang. Durch die eine Tür geht es zum Badezimmer, durch die andere zum begehbaren Schrank und an der dritten hängt ein Schild „Bitte nicht stören!“.

In Krisen verstellen uns die überlebenswichtigen Gefühle gerne den Blick. Das ist natürlich. Sie haben Vorrang im Stammhirn und zählen zu den ältesten Überlebensstrategien. Dazu gehören Wut und Ärger, die uns zum Kampf mobilisieren oder das Gefühl von großer Unruhe und Getriebenheit, die uns auf die mögliche Flucht vorbereiten und uns erst wieder essen oder ruhen lassen wenn die Gefahr gebannt ist. Oder aber unser Gehirn zieht die Notbremse und hilft uns mit dem Totstellreflex. Dann sind wir lethargisch, unbeweglich, haben keinen Appetit oder wollen uns nur noch still halten oder verkriechen.

Krisen aktivieren manchmal „Steinzeit“-alte Überlebensmuster. Muster, die wir in der therapeutischen Arbeit zur Bewältigung für Krisen nutzbar und in andere Lösungen übersetzen können. Ziel der therapeutischen Arbeit ist es Krisen als Chance zur Aktivierung von Ressourcen zu verstehen über die wir alle verfügen. Nur im Stress finden wir alleine nicht immer den Zugang dazu. Wenn wir unsere Stärken wieder in Position gebracht haben, lässt der „Stress“ im Stammhirn nach und wir finden zurück zu unserem Mut und durch die richtige Tür zurück ins Leben.

Von Kapitänen, wertvollen Beziehungen
und der inneren Familie

Schwerpunkt meiner Arbeit in der beratenden und therapeutischen Praxis ist die Arbeit mit inneren Anteilen. Ob im Coaching, im Lösen festgefahrener Muster oder zur Überwindung von traumatischen Erlebnissen: Die Arbeit mit inneren seelischen Anteilen hat viele Zugänge und Anwendungsbereiche.

Zentral dabei ist die Vorstellung, dass jeder Mensch in seinem Leben mehrere verschiedene psychische Anteile entwickelt hat und neue Anteile können sich ein Leben lang bilden. Manche nennen diese seelischen Teile in uns auch „Seiten“, „Charakterzüge“ oder „Wesenszüge“. Freunde oder Partner sagen zum Beispiel: „Du hast da so eine kreative, liebevolle Seite an Dir… aber wenn Du so bist, eben in diesem anderen Zustand, dann…“ Sie sehen und erleben also verschiedene Anteile von uns. Und auch wir können diese Anteile erleben wenn wir zum Beispiel Dinge sagen oder tun und im nächsten Moment denken: „Da war jetzt gerade ‘etwas‘ in mir, das das einfach gesagt hat. Ich wollte das gar nicht. Es kam einfach so aus mit heraus.“

Folgende Fragen werden uns auf der Reise in die Innenwelt begleiten: Wer ist da eigentlich in meiner inneren Welt am Ruder, wenn ich in dieser oder jenen Situation bin? Welchen Anteil „triggert“ der andere oder die Situation in mir? Wie kann ich die Ressourcen verschiedener Anteile zu einer gemeinsamen Kraft motivieren, die mich im Leben schützt, unterstützt und antreibt?

Innere Anteile haben sich zum Teil sehr früh entwickelt und bilden sich immer mit dem Ziel, das eigene seelische Gleichgewicht zu halten. Sie wollen uns helfen und unterstützen, manchmal auch um das seelische Überleben zu sichern. Allerdings sind manche Lösungen, die wir z.B. als 4jährige oder 15jährige gefunden haben, heute nicht mehr ganz so zielführend oder anders gesagt: Suboptimal. Trotzdem sind diese Muster immer noch aktiv. Manchmal können solche Anteile dann das Zusammenleben mit anderen Menschen regelrecht erschweren oder sie „melden“ sich über die Körpersprache weil ihnen damals – als sie sich entwickelt haben – keine andere Sprache erlaubt oder möglich war. So „kommunizieren“ manche Anteile mit uns z.B. über „Atemnot“, andere über „Angstzustände“, wiederum andere über „Gedankenkreisen“, „Kopfkino“, „Migräne“, „Rückenschmerzen“, „Schlafstörungen“ oder über „Bluthochdruck“. Manche Anteile sind auch mitverantwortlich für die Wahl von immer gleich frustrierenden Beziehungen.

In der Praxis gibt es verschiedene Methoden (s.u.) und Wege diesen inneren Anteilen zu begegnen. Dabei steht zunächst das Stärken von hilfreichen Anteilen im Vordergrund bevor wir uns Anteilen widmen, die mehr mit Konflikten und psychosomatischen Spannungen verbunden sind. Letztere wollen wir zu einem „Update“ der Konfliktlösung einladen, damit unser inner-seelisches Erleben und unsere Kommunikation mit der Außenwelt wieder erfüllender, zielorientierter und befriedigender wird.

Weil diese Arbeit, wie viele besondere Begegnungen, Zeit braucht, ist das Setting meiner Therapiestunden in der Regel bei 90 Minuten. So haben wir genügend Zeit uns der inneren Arbeit in Ruhe zu widmen. Manchmal reichen dann schon 1-5 Sitzungen, um die innere Kommunikation wieder in eine andere Richtung anzuregen.

Ziel der gemeinsamen Arbeit in meiner Praxis ist die Integration verschiedener Anteile und das (Wieder-)Herstellen einer inneren „Demokratie“ mit einem klaren Kapitän, damit die ganze Person wieder mit mehr Sicherheit und Freude die Wogen des Lebens meistern kann. Menschen, die das können, erleben sich im „Flow“, sind kreativ und gelassen genug (neue) Pläne für das Leben zu entwerfen. Voraussetzung dafür ist eine wertfreie und aufrechte Begegnung mit der inneren Welt, die mindestens so reichhaltig und kreativ ist wie die äußere. Dabei begleite ich Sie gerne. Wir alle haben eine eigene „innere Familie“ und das Gute daran ist: Um sie können wir uns unabhängig von anderen kümmern. Und: Sie ist das, was unsere Persönlichkeit ausmacht.

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