
Es ist endlich soweit!
Im JANUAR 2027 startet der nächste zertifizierte EGO-STATE-COACHING und COUNSELLING-Workshop am Chiemsee. Miittlerweile zum 5. Mal!
Der Workshop 2023 war das erste Modul einer 6-teiligen, zertifizierten Weiterbildung und: Er war der erste Kurs international und in Deutschland! Ab dem Jahr 2027 wurde die Weiterbildung um 2 Spezial-Module angegelichen und Einzel- und Gruppensupervision, sowie Selbsterfahrungseinheiten an den internationalen Therapiestandard angepasst. Das neue internationale Zertifikat lautet ab 2027 Ego-State-Practitioner.
EST-Coaching und Counselling ist eine für den Coachingbereich angepasste Form der Ego-State-Arbeit, die an die Psychosomatische Ego-State-Therapie nach Woltemade Hartman anschließt.
Interessenten können sich ab sofort anmelden. Zugangsberechtigt sind Menschen, die über einen (Fach-)Hochschulabschluss und/oder eine 3-jährige medizinische oder soziale Ausbildung verfügen. Dieser Kurs richtet sich daher in erster Linie an:
LehrerInnen und (Sozial-)PädagogInnen, SozialarbeiterInnen, PsychologInnen, PhilosophInnen, SoziologInnen, BeraterInnen & Coaches, ErzieherInnen, sowie Angehörige der Heilberufe wie ÄrztInnen, Alten- und GesundheitspflegerInnen, HeilpädagogInnen, HeilpraktikerInnen mit Zusatzausbildung, LogopädInnen, Physio- und ErgotherapeutInnen, Hebammen u.a.
Mindestens 3 Jahre Berufserfahrung im (wirtschafts-)psychologischen, psychotherapeutischen, pädagogischen, beratenden oder sozialen Bereich wird vorausgesetzt.
Kosten:
Seminare 1-6 (nur Präsenz): 2340€
Spezial-Semiare (nur Präsenz): 2x 390€-450€ je nach Dozent
Gruppensupervision (Präsenz und Online): 2 Tage: 1 Tag ist im Seminarpreis (1-6) inkludiert, der 2. Tag kostet 390€ (evtl. aufgeteilt in 2x eine halben Tag (3Std.)
Einzelsupervision (Präsenz oder Online): 4 x125€/45 Min.
Selbsterfahrungseinheiten (Präsenz oder Online): 4 x125€/45 Min.
Internationale Zertifizierungsgebühr: n.n.
Peergroups sind selbst zu organisieren.
Genauere Infos zu den Teilnahmebedingungen, sowie
Anmeldung via info@elarena.de
Modul 1: 22.-24.01.2027
Modul 2: 12.-14.03.2027
Modul 3: 23.-25.04.2027
Modul 4: 11.-13.06.2027
Modul 5: 09.-11.07.2027
Modul 6: 17.-19.09.2027
Hier geht’s zum Flyer: ESCI Vorderseite ESCI Rückseite
Und hier sind die Inhalte der einzelnen Module:
Das Curriculum zum Ego State Practitioner (ESP)
mit Schwerpunkt Coaching im nicht-klinischen Kontext
Die Weiterbildung im Überblick:
Modul 1-6 (je 2 Tage, in Präsenz)
- 2 Spezial-Seminare (je 2 Tage, in Präsenz)
- 16 UE Gruppensupervision (Präsenz und online)
- 4 UE Einzel-Supervision (Präsenz oder online)
- 4 UE Selbsterfahrung (Präsenz oder online)
Modul 1 // Einführung in die Grundlagen und die Methodik des Ego-State-Coachings (2 Tage)
In diesem Modul geben wir eine Einführung in das Thema „Arbeiten mit Ego-States“ und stellen die Entwicklung von Ego-State-Therapie und -Coaching, sowie die Besonderheit dieses Ansatzes im Gegensatz zu anderen Teilemodellen vor. Wir lernen zu verstehen, was Ego-States sind und wie sich entwickeln. Für das Erstgespräch ist es zudem wichtig, auch gute Metaphern als narratives Angebot zu haben, um die Psychoedukation in „Flow“ zu bringen. Das üben wir anhand eines Ego-State-Erstgespräches ein. Das „Leitermodell“ von Deb Dana wird uns in diesem Modul einen hilfreichen Zugang bieten.
Die neuesten Entwicklungen zeigen, dass Ego-States neurophysiologische Reaktionen des autonomen Nervensystems sind. In diesem Kontext wird das „Lebensflussmodell“ (W. Hartman 2018) und die Polyvagaltheorie in ihren Grundzügen von Stephen Porges erklärt. Im Zuge dessen lernen wir verschiedene Stabilisierungs-, Erdungs-, und Sicherheitstechniken kennen und üben diese ein. Wir lernen die „Selbstregulatoren“, sowie auch den „inneren sicheren Ort“ in zwei Varianten kennen: Einmal als innere Erfahrung Kraft der Imagination als auch als äußere Erfahrung, die wir im Körper verankern.
Lernziele:
- Vermittlung von Wissen zur Ego-State-Theorie und ihre aktuelle Entwicklung
- Vermittlung neurophysiologischer Grundlagen von Ego-States und ihren verschiedenen Seinsqualitäten
- Vermittlung von Basistechniken zur Stabilisierung, Orientierung, Sicherheit und Erdung
- Vermittlung der Selbstregulatoren
- Einüben von Techniken zum „Inneren sicheren Ort“
- Psychoedukation zur Ego-State-Arbeit
- Einüben von einem gezielt ressourcenreicheren Gesprächsfokus während der Anamnese
Keywords: Ego-State-Theorie, Auftragsklärung, Polyvagaltheorie, Lebensflussmodell, „Leitermodell“ Shifting, Stabilisierungsübungen, Innerer sicherer Ort, Imagination, Arbeit im Stehen
Format: Vortrag, Demonstration, Gruppenübungen
Modul 2 // Aktivierung und Kartierung ressourcenreicher Ego-States (2 Tage)
Hier vertiefen wir unser Wissen aus Modul 1 und erweitern es um neue Techniken zu Atem und Orientierung. Ausgehend davon werden wir in diesen zwei Tagen, die ersten Ressourcen kennenlernen. Wir werden erfahren wie wir mit Ego-States in Kontakt treten und die Kommunikation gestalten.
Im Einzelnen werden wir „Innere Stärke“, den „Inneren weisen Anteil“ oder beispielsweise den „Inneren Kern“ aktvieren. Diese Seiten unterstützen uns im Alltag und stärken das innere Team, sowie die Beziehung zum Coach/Therapeuten und bereiten auf die Integration problembezogener, symptomassoziierter oder verletzter/traumatisierter Anteile vor.
Die Kommunikation wird zudem auch mit Hilfe der „Leeren Stuhl-Technik“ eingeübt.
Wir werden in diesem Modul auch das SARIA-Modell besprechen und davon einen Begleitungsplan ableiten.
Lernziele:
- Erweiterung der Erdungs- und Stabilisierungstechniken um das Gefühl von Innerer Sicherheit zu verstärken
- Kontaktaufnahme mit ressourcenreichen Ego-States und Erstellung einer Ressourcen-Landkarte
- Leere-Stuhl-Technik
Keywords: Aktivierung ressourcenreicher Ego-States, Leere-Stuhl-Technik, SARIA-Modell
Format: Vortrag, Demonstration, Gruppenübungen
Modul 3 // Erweiterung ressourcenreicher Ego-States und erste Berührungspunkte mit problemassoziierten Anteilen (2 Tage)
In diesem Modul werden wir weitere Ressourcen aktivieren. Wir werden in diesem Zusammenhang auch positive Introjekte kennenlernen. Darüber hinaus werden wir einen Ausblick auf problem-assoziierte Anteile richten. Mit Hilfe der 2-Stühle-Technik können wir hier schon beginnen in den problembezogenen Bereich vorzudringen und dort Regulation anstoßen. Mit Hilfe der Pendulierungstechnik werden wir den inneren Raum unserer Klienten vergrößern und anregen das Problem mehr in Richtung des Lebensflusses zu begleiten. Dabei wird uns das innere Ressourcen-Team unterstützen.
Wir werden dazu die dissoziative Sprache kennenlernen, die man gezielt einsetzen kann, um mit Ressource respektive anderen Anteilen noch enger in Kontakt zu kommen. Die Übung mit der Arbeit im Gehen und Stehen gibt uns zusätzlich zur „leeren Stuhl“-Technik eine Möglichkeit „Räume“ im Klienten zu vergrößern.
Lernziele:
- Kennenlernen von positiven Introjekten
- Arbeit mit Pendulierung
- Anwenden der 2- Stühle-Technik
- Arbeit im Gehen und Stehen
Keywords: Aktivierung ressourcenstarker Anteile, Pendulierungstechnik, Leere-Stuhl-Technik, Dissoziative Sprache, Arbeit im Gehen und Stehen
Format: Vortrag, Demonstration, Gruppenübungen
Modul 4 // Aktivierung von und Arbeit mit symptom-assoziierten Ego-States
Wir sammeln weitere Stärken, um den Klienten einen neuen Blick auf sich selbst und das damit verbundene Problem/Symptom zu lenken. Ausgehend von der Theorie zu den Selbstregulatoren und den erweiterten neurophysiologischen Grundlagen der Polyvagaltheorie, sowie des Lebensflussmodells kommen hier auch Grundlagen zum Erkennen von Trauma-Anteilen zur Sprache (Traumatischer Stress). Des Weiteren üben wir praktisch ein, wie sich symptomtragende Ego-States aktivieren lassen. Dieses States lernen wir im Stehen und Gehen besser kennen und ermöglichen so dem Körperraum auch den inneren Raum wieder zu vergrößern. Eine zweite Technik demonstriert dieses Vorgehen
Der Schwerpunkt in diesem Modul liegt auf dem neurophysiologischen Verständnis von symptom-assoziierten Ego-States (Kampf- oder Fluchtmodus) und deren Entladung- bzw. titrierter Abreaktion.
In diesem Modul wird zum ersten Mal auch die Co-Regulations-Fähigkeit des Therapeuten eine wichtige Rolle spielen. Zudem werden in diesem Modul Techniken besprochen sich nicht in den Wut-Strudel hineinziehen zu lassen.
Lernziele:
- Psychoedukation symptom-assoziierter Anteile
- Vermittlung von Techniken zur titrierten Abreaktion (Wut) bzw. zur Vervollständigung von Fluchtimpulsen
- Auflösung feststeckender sympathischer Energie und Reintegration
- Wiedergewinnung der Energien und Nutzung für das innere Erleben
- Co-Regulationsfähigkeit und die Auswirkung auf den Prozess
Keywords: Arbeit mit Ego-States im Gehen, Leere-Stuhl-Technik, Arbeit mit Schuld, Arbeit mit Titration, Co-Regulation und Abreaktionstechniken
Format: Vortrag, Demonstration, Gruppenübungen
Modul 5 // Leere-Stuhl-Technik mit symptomassoziierten, traumatisierten und hybriden Ego-States (2 Tage)
In diesem Modul werden wir eine systemische Abbildung des inneren Systems kennenlernen und wichtige Schritte zur Integration vertiefen. Dabei wird uns die Stühle-Technik von Helen Watkins hilfreich sein. Passend zu einer umschriebenen Fragestellung werden alle am Thema beteiligten Anteile aktiviert und sowohl vertikal als auch horizontal durchgearbeitet. Da diese Technik 2-3 Stunden in Anspruch nimmt und nach einer Demonstration noch eingeübt werden soll, brauchen wir dafür 2 Tage. Diese Technik hat sich besonders bewährt, wenn Klienten eine Frage zu einem konkreten Problem haben und es hilfreich ist zu sehen, welche Anteile dort mitschwingen. Zudem wird eine Neuverhandlung anvisiert und die Änderungen nachvollziehbar und sichtbar. Hier lassen sich auch die 8 Stufen der Integration gut erkennen.
In diesem Modul werden wir viele relevante Techniken der Ego-State-Arbeit sehen und das Thema in Richtung Integration begleiten.
Lernziele:
- Bedeutung der Co-Regulation und Haltung des Therapeuten
- Horizontale Aktivierung mehrerer Anteile
- Anregung einer integrativen Verarbeitung im Gehirn
- Integrative Problemlösung
Keywords: Intra- und Inter-State-Arbeit, Systemisches Arbeiten mit Stühle-Technik, Unterstützung von Integration, Neuverhandlung
Format: Vortrag, Demonstration, Gruppenübungen
Modul 6 // Integration und Neuverhandlung
In diesem Modul werden wir das Wissen aus allen vorhergehenden Modulen integrieren. Vor allem aber wird der Schwerpunkt noch einmal auf der Integration und dem Posttraumatischen Wachstum liegen. Dieses Wissen wollen wir nutzen, um den Klienten für das weitere Vorgehen zu stärken. Wir fördern den Austausch zwischen destruktiven und ressourcenvollen Ego-States und schätzen die Bildung neuer Allianzen ein, um das Problem nun auf einer neuen Ebene zu bewältigen. Dazu werden wir noch einmal den Blick auf die Stufen der Integration, sowie der Selbstregulatoren richten. Anschließend sollen gemeinsame Zukunftsperspektiven und Skills erarbeitet werden, die dem Klienten ermöglichen ausgeglichener und mit mehr „Flow“ zurück in den Alltag zu starten.
Dafür sind verschiedene Techniken hilfreich: Eine Rückschau auf die erarbeiteten Module, Techniken zur Stabilisierung und Erdung, die sich individuell gut für den Klienten eignen und in seinen (Arbeits-) Alltag integrieren lassen, Collage-Technik (Kartonierung) mit allen in der Therapie/dem Coaching aufgetauchten Ego-States.
- Lernziele:
- Vermittlung von Wissen zum posttraumatischen Wachstum
- Unterstützung der Integration durch
- Collage-Technik
- Rekapitalisierung von hilfreichen Stabilisierungs- und Erdungstechniken
- Neuverhandlung und Standort-Bestimmung
- Skills für den Umgang mit zukünftigen Triggersituationen
Keywords: Inter-State-Kommunikation, Erarbeitung von Zukunftsperspektiven, Skill-Training, Mapping
Format: Vortrag, Demonstration, Gruppenübungen
Insgesamt: 96 UE, 16/Modul
2 Spezialseminare zu Ego-State-Therapie und heilsame Körperarbeit (2 Tage)
In diesem Seminar wollen wir weitere Techniken aus dem Somatic-Experiencing®, dem Happtic Gamma Embodiment, sowie SOMA® und anderen Techniken aus dem Yoga und anderen Bodytherapien nutzen, um Ego-States in der Regulation zu unterstützen.
Nähere Informationen folgen.
1 Spezialseminar // Umgang mit destruktiven Ego-States, Angst, Wut und Blockaden (2 Tage)
In diesem Seminar wollen wir unseren „inneren Dämonen“ nachspüren, die eigentlich unsere Helfer sind. In der Stühletechnik werden wir lernen die Angst/Wut im Körper zu präzisieren und dann auf einen extra Stuhl auszulagern. Dort können wir den Ego-State befragen und versuchen seine Beweggründe zu verstehen. Deshalb können uns in diesem Modul auch destruktive Ego-States begegnen. Dafür brauchen wir im Vorfeld die Theorie zur Introjektion und zu destruktiven Anteilen.
Auch wird in diesem Fall eine Neuverhandlung angestrebt und Ressourcen für diesen Prozess erfahrbar. Der Klient bekommt eine Methode vermittelt, mit der er zuhause selbständig seine Ressourcen verkörpern und weiter integrieren kann.
Lernziele:
- Vermittlung von Wissen zur Introjektion und destruktiven Ego-States (hybride States)
- Aktivierung von symptom-assoziierten States
- Durcharbeiten und Neuverhandlung
- Externalisierung der Wut/Angst
- Kennenlernen von spezifischen Ressourcen
- Vermittlung von Techniken, die der Klient zuhause selbstständig anwenden kann
Format: Vortrag, Demonstration, Gruppenübungen
Keywords: Theorie und Praxis im Umgang mit destruktiven States, Externalisierung von Wut/Angst, Stühle-Technik, Aktivierung spezifischer Ressourcen, Neuverhandlung
TeilnehmerInnen-Bedingungen:
Eine BewerberIn muss einen der folgenden Qualifikationswege erfüllen, alle zusätzlichen Praxisanforderungen erfüllen und die dokumentierte Eignungsbewertung des Instituts bestehen.
Qualifikationswege
- Ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Universität oder Fachhochschule) in:
- Medizin, Psychologie, Psychotherapie, Pädagogik, Sozialer Arbeit, Sozialpädagogik, Sonder- oder Heilpädagogik, Lehramt, Theologie, Soziologie, Philosophie, Wirtschafts- oder Organisationspsychologie oder einem vergleichbaren relevanten Bereich.
- Ein abgeschlossener Berufsabschluss an einer Fachschule oder vergleichbaren Einrichtung in einem sozialen, pädagogischen, gesundheitsbezogenen, therapeutischen oder pflegerischen Beruf, einschließlich:
Frühpädagogik, Pflege, Hebammenwesen, Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie oder einem vergleichbaren Beruf.
- Ein abgeschlossener Coach- oder Psychotherapie-Ausbildungsgang von erheblichem Umfang.
Zusätzliche Anforderungen
- Relevante Berufserfahrung in den Bereichen Gesundheit, Psychologie, Psychotherapie, Pädagogik, Beratung, Coaching, Organisationspraxis oder Sozialdienstleistungen.
- Aktive Ausübung des jeweiligen Berufsfelds.
- Aktive Registrierung, Zertifizierung, Mitgliedschaft, Lizenz oder behördliche Genehmigung, die für den Beruf und die Jurisdiktion der Person erforderlich sind.
- Ausreichende Grundkenntnisse, ethische Integrität und Bereitschaft für erfahrungsorientierte und angewandte Ausbildung.
SEI TEIL MIT UNS AUF DIESER SPANNENDEN REISE!
Weitere Angebote unseres Instituts finden Sie hier (Grundkurs Klinische Psychologie) und hier (Ressourcen Training).
SEI TEIL MIT UNS AUF DIESER SPANNENDEN REISE!